Die Modellregion

Die Modellregion

Hamburg und Schleswig-Holstein bilden eine optimale Modellregion für das Förderprogramm »Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Mit einem rechnerischen Anteil Erneuerbarer Energien von 40 Prozent¹ befindet sich die Region bereits heute dort, wo die Bundesrepublik gemäß dem Ausbaukorridor 2025 stehen soll².

Während in Hamburg ein großer Verbrauchsschwerpunkt liegt, in dem lediglich 3 Prozent des Bedarfs durch Erneuerbare Energien bereitgestellt werden, kann Schleswig-Holstein seinen Bedarf – rein rechnerisch – fast vollständig aus regenerativen Quellen decken und wird damit immer häufiger zum Stromexporteur. Mit zahlreichen Anbindungen an die Übertragungsnetze und zu Offshore-Windparks sowie aufgrund der zentralen geographischen Lage zwischen den Verbrauchszentren im Süden und den Speicherkraftwerken Skandinaviens im Norden, entwickelt sich die Region auch auf internationaler Ebene zu einer Energiedrehscheibe Nordeuropas.

Die Bewältigung der Herausforderung des wachsenden Ungleichgewichts von Erzeugungs- und Lastsituation in der Region soll beispielhaft und übertragbar für andere deutsche und europäische Regionen sein: NEW 4.0 als »Blaupause« für die Energiewende. In dem Praxisgroßtest soll gezeigt werden, welche einzigartige Chance die Energiewende darstellt und wie die notwendige Transformation des Energiesystems gelingen kann.

Das Projekt soll darüber hinaus den beteiligten Unternehmen neue Marktchancen eröffnen und ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem wachsenden Zukunftsmarkt stärken. Für die Bundesländer ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft, die Entstehung neuer industrieller Wertschöpfungsketten und damit die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen bedeutsam – Hamburg und Schleswig-Holstein bauen ihre Rolle als führender Innovationsstandort aus.

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¹ Die Zahlen beziehen sich auf den Stromverbrauch aus der Region
² Koalitionsvertrag der Bundesregierung

Demonstratoren

Standort: Jardelund
Europas größter Batteriespeicher zur Blindleistungsbereitsstellung und Primärregelleistungserbringung.

Standort: Haurup
Errichtung eines 1,3 MW Elektrolyseurs zur Erbringung von SDL

Standort: Heide
Druckluft-Energiespeicher mit adiabatischem Niedertemperaturverfahren.

Standort: Brunsbüttel
Power to Heat zur Thermalölerwärmung und zur KWK Substitution.

Standort: Brunsbüttel
Errichtung eines Batteriespeichers zur Erbringung von SDL am Lastschwerpunkt Brunsbüttel.
Standort: Norderstedt
Externe Steuerung disponibler Haushaltslasten im Versorgungsgebiet

Standort: HH-Schnelsen / Burgwedel
Bau und Betrieb eines Strömungserhitzer (PtH) in Schnelsen Burgwedel.

Standort: Hamburg
Errichtung und Betrieb von Heizelektroden zur Umwandlung von Überschussstrom in thermische Energie

Standort: Hamburg
Verschiebung der Last an Aluminiumelektrolyse-Zellen durch die Dynamisierung der Aluminiumelektrolyse. Bei einer vollständigen Umsetzung (270 Zellen) soll im Ergebnis eine Modulation der regulären Last von ca. 240 MW um + 40 MW und -20 MW erreicht werden. Im ersten Schritt erfolgt zunächst die Umrüstung von 90 Zellen.

Standort: Hamburg
Installation einer Induktionsspule zur Knüppelerwärmung vor Eintritt in den mit Erdgas gefeuerten Wiedererwärmungsofen. Fertigstellung erst bei Projektende, daher in der Leistung nicht mit berücksichtigt.

Standort: Hamburg
Analyse der Integration der entwickelten Speichertechnologie in das Energiesystem und den Energiemarkt inkl. Errichtung eines „Showroom“ (D16) der Kommunikation und Schulung zu Energiespeichern und EE anbietet

Standort: Hamburg
Nutzung überschüssiger EE zur Dampfversorgung in der Kupferproduktion und Untersuchung der Potenziale zur Flexibilisierung des Produktionsprozesses sowie innovativer Wärmeauskopplung, -nutzung und -lieferung

Standort: HH-Allermöhe
Bau und Betrieb eines Strömungserhitzers (PtH).

Standort: HH-Curslack
Integration Batteriespeicher in WEA, Optimierung der Erbringung von SDL durch Integration eines Batteriespeichers an einer WEA

Standort: Lauenburg
Power to Heat als Prozessheizung:
Die PtH-Anlage soll in den vorhandenen Verbund von Wärmeerzeugungsanlagen, bestehend aus erdgas-/heizölbefeuerten Thermalölerhitzern, einer Thermischen Nachverbrennungsanlage mit Abhitzekessel sowie einem Biogas-BHKW, integriert werden.